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Blumenzwiebeln im Oktober setzen: So blüht der Garten im Frühjahr

Wer im April Tulpen und Narzissen im eigenen Garten sehen möchte, muss jetzt handeln. Der Herbst ist Pflanzzeit für Blumenzwiebeln, und der Oktober ist dafür in den meisten Regionen der ideale Monat. Der Boden ist noch warm genug, damit die Zwiebeln vor dem Winter Wurzeln bilden, und gleichzeitig kühl genug, dass sie nicht vorzeitig austreiben.

Die richtige Zwiebel auswählen

Gute Blumenzwiebeln sind fest, trocken und schwer in der Hand. Weiche Stellen, Schimmel oder bereits lange Triebe sind ein Zeichen, dass die Zwiebel gelitten hat. Größere Zwiebeln einer Sorte bringen in der Regel kräftigere Blüten. Kaufen Sie lieber etwas weniger in guter Qualität, als eine große Menge, die im Frühjahr nur halbherzig austreibt.

Bis zum Pflanzen lagern Sie die Zwiebeln kühl, trocken und luftig, am besten im Netz oder in einer offenen Kiste im Keller oder Schuppen. In Plastiktüten beginnen sie schnell zu schimmeln.

So wird richtig gepflanzt

Die wichtigste Faustregel lautet: Die Pflanztiefe beträgt etwa das Doppelte bis Dreifache der Zwiebelhöhe. Eine fünf Zentimeter hohe Tulpenzwiebel kommt also rund zehn bis fünfzehn Zentimeter tief in die Erde. Die Spitze zeigt dabei nach oben. Bei manchen Knollen wie Anemonen ist oben und unten schwer zu erkennen, hier dürfen Sie sie auch seitlich legen.

  • Sonniger bis halbschattiger Standort, an dem im Frühjahr kein Wasser stehen bleibt
  • Schwere, lehmige Böden mit etwas Sand oder feinem Kies im Pflanzloch durchlässiger machen
  • Zwiebeln in Gruppen von mindestens fünf bis zehn Stück setzen, das wirkt natürlicher als einzelne Reihen
  • Nach dem Pflanzen einmal kräftig angießen, damit sich die Erde setzt
  • Bei Wühlmausproblemen Pflanzkörbe aus Drahtgeflecht verwenden

Welche Arten sich eignen

Krokusse, Schneeglöckchen und Traubenhyazinthen blühen früh im Jahr und verwildern gern im Rasen. Wer sie unter Laubbäumen setzt, bekommt einen Blütenteppich, bevor die Bäume austreiben. Narzissen sind robust und werden von Wühlmäusen meist gemieden, da sie für die Tiere giftig sind. Tulpen bringen die kräftigsten Farben ins Beet, sind aber bei Nagern beliebt und blühen je nach Sorte nicht jedes Jahr gleich zuverlässig wieder. Zierlauch setzt im späten Frühjahr mit seinen Kugelblüten einen schönen Akzent über niedrigen Stauden.

Zwiebeln im Topf und auf dem Balkon

Auch ohne Garten müssen Sie nicht auf Frühlingsblüher verzichten. Beliebt ist die Lasagne-Methode: Große, spät blühende Zwiebeln wie Tulpen kommen nach unten, darüber eine Schicht Erde, dann Narzissen und ganz oben Krokusse oder Traubenhyazinthen. So blüht derselbe Topf über mehrere Wochen nacheinander. Wichtig sind ein Abzugsloch und eine Drainageschicht, denn Staunässe lässt die Zwiebeln faulen. Im Winter stellen Sie den Topf geschützt an die Hauswand und umwickeln ihn bei starkem Frost mit Vlies oder Jute.

Wer im Oktober ein paar Stunden investiert, wird im Frühjahr reich belohnt. Kommen Sie gern vorbei, wir beraten Sie bei der Auswahl der passenden Sorten für Ihren Standort.

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