
Der Juni ist im Garten eine besondere Zeit: Die Böden sind warm, die Nächte mild und vieles, was im Frühjahr versäumt wurde, lässt sich jetzt noch nachholen. Wer glaubt, die Pflanzsaison sei vorbei, irrt. Mit der richtigen Auswahl und etwas Pflege gelingen auch jetzt noch farbenfrohe Beete, die bis in den Spätsommer Freude machen. Wir zeigen, worauf es bei der Sommerbepflanzung ankommt und welche Arten dem wärmeren Wetter besonders gut trotzen.
Was im Juni noch in die Erde darf
Einjährige Sommerblumen wie Zinnien, Tagetes oder Kapkörbchen lassen sich im Juni noch problemlos setzen und blühen oft bis zum ersten Frost. Auch viele Gemüsearten vertragen einen späten Start: Buschbohnen, Mangold, Zucchini und ein zweiter Satz Salat danken die warmen Böden mit zügigem Wachstum. Bei Kräutern sind Basilikum, Schnittlauch und Petersilie jetzt ideal. Wichtig ist, kräftige Jungpflanzen zu wählen, damit sie schnell anwachsen, bevor die größte Sommerhitze einsetzt.
Standort und Boden vorbereiten
Vor dem Pflanzen lohnt sich ein Blick auf den Boden. Lockern Sie die Erde gründlich und arbeiten Sie reifen Kompost ein, der Nährstoffe liefert und Feuchtigkeit speichert. Sonnenhungrige Arten gehören an einen hellen Platz, während empfindlichere Pflanzen einen halbschattigen Standort bevorzugen, an dem sie der prallen Mittagssonne entgehen. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt oder Stroh hält den Boden kühl und bremst das Verdunsten.
Gießen ohne Verschwendung
Im Sommer entscheidet das richtige Gießen über Erfolg oder Misserfolg. Wässern Sie lieber selten, dafür aber durchdringend, am besten früh am Morgen oder am späten Abend. So gelangt das Wasser bis zu den Wurzeln, statt an der Oberfläche zu verdunsten. Regenwasser aus der Tonne ist nicht nur kostenlos, sondern auch kalkärmer und bekömmlicher für die meisten Pflanzen. Wer länger verreist, sorgt mit einfachen Bewässerungshilfen vor.
Pflege bis in den Spätsommer
Regelmäßiges Ausputzen verblühter Blüten verlängert die Blühfreude erheblich, denn so steckt die Pflanze ihre Kraft in neue Knospen statt in die Samenbildung. Eine maßvolle Düngung alle paar Wochen hält Starkzehrer in Schwung. Mit dieser Routine bleibt das Beet bis weit in den Spätsommer hinein vital und bunt. Schauen Sie gern bei uns vorbei, wenn Sie Jungpflanzen, Erde oder Beratung für Ihr Sommerprojekt suchen.